Codeschmiede

Entwicklungspartner für nutzerzentrierte Websiten
Inh. Lukas Dziambor und Timo Ott
Marienstraße 25
63500 Seligenstadt
fon: 06174 / 2933276
mail: team@codeschmiede.de
web: https://codeschmiede.de

Persönlich:

Hinter Unternehmen mit ihren Zahlen, Daten und Fakten stehen Menschen, die sie tragen. Diesen möchten wir hier eine Stimme geben, um zu wissen, was sie bewegt, warum und wie sie in und um Glashütten zusammen mit uns Zukunft gestalten möchten. In diesem Glashütten Magazin finden Sie den Anfang des Interviews mit Lukas Dziambor, der zusammen mit seinem Partner Timo Ott Internet-Unternehmen „codeschmiede“ führt, sowie einen Link oder einen QR-Code. Dieser leitet Sie dann direkt auf die GVG-Webseite mit dem vollständigen Interviewtext und weiteren Informationen.

Das Gespräch führten Mathias v. Bredow und Matthias Eickhoff am 3. Februar 2026 – aufgrund der winterlichen Wetterlage Online.

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Zuallererst – der Name deines Unternehmens „codeSchmiede“ ist für unsere Leserinnen und Leser erklärungsbedürftig. Und in einem Artikel des Glashütten Magazin vom letzten Herbst ist obendrein auch von „Manufaktur“ die Rede. Manufakturen und Schmieden sind ja eher Bezeichnungen für klassische alte Handwerkskunst. Wie passt das mit dem hochmodernen, innovativen Geschäftsfeld Internet zusammen?

Das ist nur scheinbar ein Widerspruch. Die beiden Begriffe beschreiben die solide und individuelle Herangehensweise bei unseren Produkten und Dienstleistungen, nicht etwa deren Inhalt, mit dem wir nicht nur auf Höhe der Zeit, sondern zum Teil auch Vorreiter sind. Zu unserer Firmenphilosophie komme ich aber später noch.

Was hat dich zu deiner heutigen Tätigkeit gebracht. Wann begann dein Interesse an IT? 

Mein Interesse für den IT-Bereich wurde bereits sehr früh als Schüler des Taunusgymnasiums geweckt. Schon in der 9. Klasse leitete ich die Informatik-AG und bildete mich laufend fort. Mit 16 Jahren fuhr ich mit meinem Mofa zu einem Kurs der VHS nach Oberursel über die Programmiersprache PHP. Das war im Jahr 2006. Eines meiner praktischen Projekte an der Volkshochschule war die Programmierung einer virtuellen Kaffeemaschine.

Welche weitere Ausbildung hast du absolviert und wie war dein folgender Berufsweg? 

An der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen studierte ich 3,5 Jahre das Fach Medieninformatik und machte aktiv mit als Praktikant in der Firma Web Arts AG, heute KonversionsKRAFT AG, in Bad Homburg. Nach Ende des Studiums trat ich dort als Angestellter ein. Dort arbeitete ich von 2013 – 2020 in Vollzeit.

Wie waren dann die Anfänge deiner unternehmerischen Tätigkeit?

Im Jahr 2012 trat ich, zunächst nebenberuflich, in die Selbständigkeit ein. Bei KonversionsKRAFT lernte ich meinen Partner Timo Ott kennen und schätzen. Im Team arbeiteten wir gut zusammen. Die Chemie stimmte. Aus familiären Gründen und weil Teilzeitarbeit bei KonversionsKRAFT für mich keine Option war, haben Timo und ich 2020 zunächst ein Testprojekt gestartet. Dabei zeigte sich, dass wir beiden sehr gut harmonierten. Daraus entstand im Oktober 2020 die Gründung einer GbR. Die codeSchmiede als Entwicklungspartner für nutzerzentrierte Webseiten war geboren. Später kam dann die Umwandlung in eine GmbH & Co.KG. Ohne Timo wäre ich den Weg in die Selbständigkeit nicht gegangen. Wir haben eine ideale Aufgabenteilung, mit der wir uns optimal ergänzen: Wir sind beide Entwickler. Er ist dabei eher der pragmatische, organisierte Berater und zugleich visionär und innovativ in der Ausrichtung neuer Ideen, während ich oft sehr tief in den technischen Details stecke.

Welche speziellen Produkte und Dienstleistungen bietet die codeSchmiede heute ihren Kunden im Bereich des Internets?

Unsere Dienstleistungen beinhalten die Spezialisierung auf bestimmte Softwaregebiete, die für die meisten vermutlich eher unbekannt sind, aber im Alltag von Unternehmen und privaten Konsumenten ihre Bedeutung entfalten. Einer unserer Schwerpunkte liegt in der sogenannten „Conversion-Optimierung“ (in Fachkreisen kurz „CRO“). Die Conversion Rate, auf Deutsch auch Konversionsrate genannt, ist eine wichtige Kennzahl im Online-Marketing. Sie gibt den prozentualen Anteil der Besucher einer Webseite an, die eine bestimmte, vorher definierte Aktion (die sogenannte Conversion) durchgeführt haben. Diese Aktion kann beispielsweise der Kauf auf einem Onlineportal, eine Newsletter-Anmeldung, eine Anfrage per Kontaktfunktion oder ein Download sein. Durch geeignete Maßnahmen wird es den Website-Besucher erleichtert, die Schritte auszuführen, die sie ohnehin möchten. 

Welchen Einfluss übt CRO auf die Nutzer von Websites auf und wie können Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen im Internet anbieten, davon profitieren.

Wir führen bei CRO eine Analyse von Nutzerverhalten, Ladezeiten. Layout, Texten und Interaktionselementen durch, woraus gezielte Verbesserungen auf der Website abgeleitet werden können, um für den Verbraucher Hürden zu reduzieren und Nutzer intuitiv zum Ziel zu führen. Dabei spielt die Konsumpsychologie eine bedeutende Rolle. Menschen treffen viele Entscheidungen nicht bewusst, sondern intuitiv. Bereits kleinere Reize oder geschickte Platzierungen können das Konsumverhalten beeinflussen. Das gilt im Online-Bereich u.a. für persönliche Produktempfehlungen des Betreibers auf der Basis bisheriger Käufe oder aufgerufener Artikel. Hinzu kommt die strategische Platzierung von wichtigen Infos, Abbildungen oder Handlungsaufforderungen wie die bekannten „Jetzt kaufen“ Buttons.

Euer Geschäftsfeld ist auf alle Fälle erklärungsbedürftig, auch für potenzielle Kunden, die vom Nutzen eurer Dienstleistungen überzeugt werden müssen. Wie betreibt ihr euer Marketing und wie läuft die Gewinnung neuer Kunden?

Klar, kostspielige Werbekampagnen kommen da nicht in Betracht, zumal die Komplexität unseres Angebots eine Reduzierung auf einprägsame Werbeslogans schwierig macht. Für uns ist das sogenannte Empfehlungsmarketing von Bedeutung. Bestehende Kunden sind mit unserer Arbeit zufrieden und empfehlen uns anderen Unternehmen, die von unserer Dienstleistung profitieren könnten. Außerdem sind wir natürlich präsent in sozialen Medien und Netzwerken wie XING oder LinkedIn, wo wir häufiger Blog-Einträge zu unserem Geschäftsfeld veröffentlichen. Schließlich gehen wir auch auf die einschlägigen Fachmessen, um uns bekannt zu machen.

Kannst du uns eure Firmenphilosophie näher beschreiben?

Wir sind ein kleines, aber hoch spezialisiertes Unternehmen. Daraus folgt, und da komme ich noch einmal auf die Schmiede zurück, dass unsere Arbeit handwerklich sorgfältig und sehr individuell am jeweiligen Kunden ausgerichtet ist und dass wir uns dafür auch die notwendige Zeit nehmen. Manch größere Mitbewerber positionieren sich mit umfassenden IT-Dienstleistungen unter dem Motto „Wir machen alles“. Genau dies tun wir nicht. Stattdessen setzen wir auf unsere Netzwerke, wenn es um komplexere Aufgabenstellungen geht. Überhaupt – der Netzwerkgedanke hat bei Timo und mir hohen Stellenwert. Die bewusste Spezialisierung und die persönliche Betreuung sind typische Merkmale der codeSchmiede. Das wird auch von kleineren Auftraggebern sehr geschätzt.

Es läuft also gut in eurem Unternehmen. Kommt nicht manchmal der Gedanke, weiter zu expandieren, das Team zu vergrößern und die Dienstleistungsangebote auszuweiten?

Wir sind in dieser Hinsicht nicht festgelegt und haben keine konkreten Pläne, sondern entwickeln die codeSchmiede Schritt für Schritt weiter. Wenn wir dabei mal den einen oder anderen Fehler machen, ist das kein Drama. Wir haben keine Angst vor Fehlern, und es gibt bei uns nie irgendwelche Schuldfragen, wenn mal etwas danebengeht. Wir sehen vielmehr eher den Nutzen frei nach dem Motto „Was können wir daraus lernen. Unser bewährtes Prinzip ist und bleibt „learning by doing“. Ansonsten möchten wir bewusst eher ein kleines Team bleiben, um sehr gezielt und spezialisiert arbeiten zu können

Wie steht ihr zum Megatrend „Künstliche Intelligenz“? Ist das nicht das nicht eine Gefahr für originäre Kreativität und Innovation im Bereich IT?

Das sehen wir im Moment noch nicht. Kreative Ideen und daraus folgenden Innovationen sind unser Meinung nach etwas einzigartiges, dass durch KI nicht ohne weiteres ersetzt werden kann. KI ist heute zunächst ein wichtiges Tool für die Optimierung unserer Arbeit und die moderne Gestaltung von Website-Content. Das ist ein eindeutiger Vorteil, den wir auch nutzen und wo wir mit der Zeit gehen. Wir müssen aber zugeben, hier nicht in die weitere Zukunft schauen zu können. Die Preisfrage ist ja, ob es irgendwann einen „Kipp-Punkt“ gibt, an dem das Internet nur noch für die KI gebaut wird und weniger für die individuellen Bedürfnisse des Kunden. 

Lukas, du bist nun schon längere Zeit in dieser Gemeinde zuhause. Wie fühlst du dich hier integriert. In welchen Bereichen engagierst du dich noch, neben eurem Unternehmen? Was sind deine Hobbys?

Ich fühle mich hier sehr gut angenommen. Das gilt natürlich auch für meine Frau, die als Hebamme in einem Frankfurter Krankenhaus arbeitet, und meine drei Kinder. Es haben sich durch meine Mitgliedschaft in Vereinen, unter anderem ja auch dem Gewerbeverein, viele positive und nutzbringende Kontakte entwickelt – auch zu anderen Familien, indem ich mich auch für den Waldkindergarten engagiere. Da ich zu 100 Prozent im Homeoffice arbeite, finde ich auch die notwendige Zeit für die Familie und die lokale Gemeinschaft. Und auch meine Hobbys kommen nicht zu kurz. Da ist zum einen das Heimwerken zu nennen und meine weitergehende Faszination für die IT. Außerdem bin ich leidenschaftlicher „Gamer“ und liebe besonders das Computerspiel in der Gemeinschaft.

Abschließend nun unsere „Tradition“ der Vervollständigung von Sätzen. Wir sind gespannt auf deine Antworten.

Zukunft ist ….das, was wir daraus machen.

Kreativität bedeutet mir… sehr viel, weil man dadurch manchmal neue Ansätze findet.

Teilzeit… hat viele Vorteile und wenig Nachteile.

Das Web wird…derzeit stark durch die KI revolutioniert.

Wichtig ist mir… die Familie. Sie steht über allem.

Wir danken dir für das Interview